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7. Februar 2016

Überkollern

Da redet jemand und kennt keine Haltestellen; er überkollert, d.h. er überschlägt sich mit seinen Worten. Das Wort 'überkollern' hat so seinen Zauber auch in einer Zeit der allgemeinen Hetze.

5. Februar 2016

Der gesunde Menschenverstand

Wo wird dieser Ausdruck verwendet? Ich finde ihn an einer Stelle bei Jaspers. Danach ist der 'gesunde Menschenverstand' das, womit die Gesellschaft rechnet. Es versteht sich für Jaspers, dass allerdings nicht der Philosoph davon ausgeht, der die Existenz in den  Mittelpunkt seines Denkens stellt.

31. Januar 2016

Inselträume

Ich werde sicher demnächst von einer Insel träumen, einen Ort wo es kein Smartphone gibt und keine Fernsehdebatten über Flüchtlinge. 

23. Januar 2016

Blitzeis und Smartphone

Über Nacht hat es geregnet, auf gefrorenen Boden. Es gibt zahlreiche Unfälle auf den Straßen. Aber selbst bei dieser Glätte sehe ich einige mit ihren Smartphones, die eine SMS tippen und nicht auf den Weg achten. Hans Guck in die Luft in moderner Ausführung.

7. Januar 2016

Männerhorden in Köln

Was in Köln zu Silvester passiert ist, zeigt, dass die Männerhorde, die gemeinsam auf die Jagd geht offensichtlich als Archetypus noch vorhanden ist. Ein Ausdruck für eine Regression des Verhaltens, ein Rutsch ins Primitive. Das Jagdziel waren Frauen, die sich so nicht wehren konnten. Szenen jenseits des Respekts und der Achtung vor dem Anderen und so wurde der Übergang ins Neue Jahr von einigen als eine Gelegenheit zur Niedertracht gefeiert 

3. Januar 2016

Auf der Lauer liegen

Auch in diesem Jahr wird die Welt wieder auf der Lauer der Ereignisse liegen, so wie das Karl Kraus einmal ausgedrückt hat.

29. Dezember 2015

Stille

Im Haus sind alle ausgeflogen. Was für eine Stille mit einem Mal in dieser allgemeinen Hektik. Ein Moment, um die Seele baumeln zu lassen.

15. Dezember 2015

Der grüne Hammer

Da war er nun, der grüne Hammer auf dem Weltgipfel zum Klima. Unterschreiben reicht wohl nicht aus. Nur gut, dass es keine Versteigerung war.

5. Dezember 2015

Das Nichts in Masken

Das Nichts, das in Masken lebt, schreibt Karl Jaspers. Eine Kritik des Einzelnen in der modernen Gesellschaft. Die ontologische und existentielle Perspektive. Die Kritik erinnert auch ein wenig an das romantische Erbe.

23. November 2015

Unschön leben

Ibsen lässt selten eine andere Wahl als die: unschön zu leben oder schön zu sterben.
so Alfred Polgar (Theater II)
Was für ein Ausdruck!